Phoenix-See

Aus Detroit ins Ruhrgebiet

Letzte Woche hatten wir an der TU Dortmund Besuch einer Gruppe 16 Studierender der Wayne State University aus Detroit. Unter der Überschrift “Urban Planning in a Global Context” standen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land viele Besichtigungen und Diskussionen auf dem Plan.

Einen Schwerpunkt bildete die regionale Transformation der Region mit Industriekultur, IBA Emscher Park und Leuchttürmen wie dem Landschaftspark Duisburg, der Halde Hoheward, dem Westpark Bochum, dem Phoenix-See sowie der Zeche Zollverein. Zudem gehörte eine Besichtigung des ehemaligen Opel-Werksgeländes in Bochum-Laer dazu. Den zweiten Schwerpunkt bildete Migration und die Integration auf Quartiersebene in der postindustriellen Stadt. Dazu waren Besuche in Dortmund (Unionviertel, Nordstadt, Hörde/Phoenix-See), in Remscheid (Honsberg, Rosenhügel) und in Bochum (Laer, Westend, Stahlhausen) Teil des Programms.

Halde Hoheward

Halde Hoheward

Danke an alle Beteiligten für spannende Diskussionen und Vergleiche zwischen zwei sehr unterschiedlichen Regionen und Städten, die aber viele Gemeinsamkeiten teilen und noch mehr voneinander lernen können. Migration und Integration sind zudem besondere Themen für die (post-)industrielle Stadt, die in ihrer historischen Entwicklung durch starke Migrationsbewegungen von Geflüchteten und Arbeitern geprägt war und heute wieder Zielort für viele Menschen wird. Planerisch begleitet werden sollte das von innovativen und geteilten Ansätzen mit der Diversität der Bewohner/-innen. Aber auch im Wissen, dass ein enges Nebeneinander von Erfolgen und Misserfolgen geben wird und mit neuen Modellen des gemeinsamen Planens und (Er-)lebens von Quartieren, Städten und Stadtregionen experimentiert werden muss.

Glückliche Tage - Mach Quatsch! (Remscheid Honsberg)

Glückliche Tage – Mach Quatsch! (Remscheid Honsberg)

Exkursionsbeschreibung

Auf globaler Ebene wurde bereits viel über die wachsende Urbanisierung gesagt, deren Auswirkungen uns alle betreffen. Demographische Veränderungen, der Ausbau von Wohnraum und neuer Bevölkerung, neue (Mega-)Städte, wachsende urbane Unsicherheit, Einkommensungleichheit und die Auswirkungen des Klimawandels sind im Kern der globalen Stadtplanungsagenda. Parallel dazu erleben altindustrielle Regionen weltweit einen tiefgreifenden und zerstörenden demographischen, ökonomischen und politischen Wandel.

Vor diesem Hintergrund hat sich eine Exkursion der Wayne State University, Detroit, mit diesen und weiteren kritischen Themen durch den Fokus auf Immigranten in der sich wandelnden industriellen Stadt beschäftigt. Die 16 Stadtplanungs-Studierenden (Master Urban Planning) aus Detroit und ihre beiden Professoren, Robin Boyle und Kami Pothukuchi, setzen sich in vergleichender Perspektive mit Detroit und Städten in Deutschland im Raum Rhein-Ruhr und mit Berlin auseinander. Schwerpunkte sind die Transformation altindustrieller Regionen, Städte und Standorte sowie lokale Integration und Zusammenhalt in Quartieren. Die Studierenden beleuchten die räumlichen und sozialen Herausforderungen, die Handlungsmöglichkeiten der Städte sowie das eigene Engagement von Initiativen und Vereinen im Quartier, mit denen das Lebensumfeld gemeinsam gestaltet werden kann.

In Kooperation mit dem Fachgebiet Raumordnung und Planungstheorie der Technischen Universität Dortmund standen vom 12. bis 15. März Termine und Diskussionen u. a. in Bochum, Herten, Dortmund, Duisburg und Remscheid auf der Agenda. 

Remscheid Honsberg

Remscheid Honsberg

Danke

Für die Unterstützung vielen Dank an den Regionalverband Ruhr (Besucherzentrum Hoheward), Reiner Schlautmann, die Stadt Dortmund, die urbanisten e.V., die Stadt Remscheid, den Küpeli Solidaritätsverein e.V., Staddteil e.V. Honsberg, Q1 Bochum, Dorothee Schäfer, Bochum Perspektive 2022, Opel und viele Kolleginnen und Kollegen der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund (Fachgebiete Raumordnung und Planungstheorie und Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung).

Liebe deine Stadt

Liebe deine Stadt (Dortmund Unionviertel)

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