Category Archives: Raumplanung

Corktown, Detroit

Detroit: who leads?

Some weeks have passed since I left Detroit in mid-August. But the city has remained in my mind with deep impressions and thoughts on urban development, fast urban changes and the striking question: who leads? Many actors are involved in spatial changes in Detroit, in a diverse set of roles. From my impressions, it seems necessary to disaggregate leadership to different roles with associated actors. A diverse set of people pushes Detroit forward, but yet with limited integration. The following paragraphs outline exploratory and open thoughts from my German perspective.

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Midtown Detroit

Detroit: who plans?

Ten days in Detroit provided me with some more insights into how the city works and what lies behind recent changes. Many conversations yielded deep insights, but also puzzled me with further questions and issues around the role of planners in processes of urban change and renewal. Time to wrap up some still preliminary and unfinished ideas.

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Detroit

Detroit: first impressions

The last four days between Thursday and Monday provided many experiences and insights into different parts of Detroit, its ongoing changes and its people. Not enough for any concluding thoughts, but just enough for some ideas. The following paragraphs are therefore some unorganized impressions that are preliminary, might change during the next weeks and themselves include more questions than answers.

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To question or not to question, that's the question... (Dortmund)

Planung als Management von Komplexität (2013)

Viele Planer*innen sprechen über Probleme mit Komplexität, einer gestiegenen Komplexität der Welt oder dem Wunsch danach, viel Komplexität reduzieren zu können. Dabei bleibt häufig offen, was Komplexität überhaupt ist, was konkret damit verbunden ist und was damit für ein Planungsverständnis impliziert ist. Grundlegende Fragen, die mich schon lange beschäftigen und sich auch durch meine Dissertation (2016) ziehen.

Bereits 2012/13 habe ich einen kurzen Abschnitt für einen Artikel verfasst, der bis heute unveröffentlicht geblieben ist. Der Teil sollte Anknüpfungen in Richtung Klimaanpassung bieten. Ich würde einige Sätze heute anders schreiben, setze aber meine damalige Perspektive im Folgenden unverändert hinein (unveränderter Stand vom 31.07.2013). Ein Teil der Ideen beschäftigt mich bis heute: systemischer und systemtheoretischer Ansatz, Unmöglichkeit von Unsicherheitsverlagerung statt -reduktion, inklusive Prozesse und deren Regeln, positive Perspektive auf Möglichkeiten zur Veränderung (auch) durch kleinteilige Handlungen. Ein paar Begriffe haben sich ergänzt oder verstärkt: Rollenverständnisse, Erklärungsansätze (z.B. Emotionen, tief liegende Muster, Zeit), Postwachstumsplanung.

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Stadt- und Raumplanung und/vs Postwachstum?

Postwachstumsgesellschaft mit räumlicher Planung zusammenzubringen bringt komplexe Fragestellungen hervor. Was passiert, wenn etablierte Planungswissenschaftler/innen und Planungspraktiker/innen auf Postwachstumsdiskussionen treffen? Welche Veränderungsperspektiven löst der Begriff und lösen damit verbundene konzeptionelle Vorstellungen aus? Wir haben am 24. November 2017 in Münster zur Eingrenzung und Ausgestaltung einer Postwachstumsplanung diskutiert.

Eingebracht wurden auch Erfahrungen aus den drei IdeenLaboren zu Räumen, Akteuren und Prozessen einer Postwachstumsgesellschaft zwischen Mai und September 2017. Anlass und Diskussionsrahmen war eine Sitzung der Landesarbeitsgemeinschaft NRW der ARL, auf der an sechs Thementischen in den Räumen der Bezirksregierung Münster aktuelle Themen und mögliche zukünftige Arbeitsschwerpunkte offen diskutiert wurden.

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Postwachstumsplanung – Räume, Akteure, Prozesse

Die vielfach diskutierte sozial-ökologische Transformation ist auch mit der Forderung nach raumbezogenen Veränderungen verbunden. Dabei ist jedoch oft unklar, wer Veränderungen vordenken, anstoßen, begleiten und schließlich umsetzen kann und sollte. Wo entstehen diese Veränderungen und wie werden sie implementiert, adaptiert und ausgehandelt?

Diesen Kernfragen widmet sich die Initiative Postwachstumsgesellschaft der Regionalgruppe NRW im Jungen Forum der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Sie hat hierfür ein IdeenLabor Postwachstumsgesellschaft initiiert. In drei Diskussionsveranstaltungen wurde im Mai, Juni und September jeweils ein Thema – Räume, Akteure, Prozesse – in den Fokus gerückt. Insgesamt haben sich mehr als 50 Personen – Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen, Aktivist*innen, … – an der Diskussion beteiligt.

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Skyline Dortmund

Artikel „Gewerbelärm contra Nutzungsmischung – Zur Praxistauglichkeit des Urbanen Gebietes“

In der aktuellen Ausgabe der RaumPlanung (Nr. 190) des Informationskreis für Raumplanung e.V. beschäftige ich mich gemeinsam mit Andrea Rüdiger und Johanna Schoppengerd mit der aktuellen Novelle von BauNVO und TA Lärm, über die ein neuer Baugebietstyp – das Urbane Gebiet (MU) – eingeführt wird. Aus Richtung des Schutzes vor Gewerbelärm diskutieren wir die Konflikte zwischen gewünschter enger Nutzungsmischung einerseits und den Anforderungen des Schutzes vor Gewerbelärm andererseits. Das Urbane Gebiet wirft weitergehende Fragen auf, was gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse heute sind, wie Nutzungsmischung tatsächlich gestaltet werden kann und welche Anpassungen in der starren Immissionsschutzarchitektur – die in ihrem Grundsatz auf Funktionstrennung abzielt – dafür notwendig sein könnten.

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IdeenLabor Postwachstumsgesellschaft

IdeenLabor Postwachstumsgesellschaft – Räume, Akteure, Prozesse

Postwachstumsgesellschaft – Was macht die Menschen einer Stadt glücklich? Wer hat die Macht in einer Stadt? Wie können unterschiedliche Entwicklungen über räumliche, institutionelle und mentale Grenzen hinweg ausgeglichen werden?

Die Postwachstumsgesellschaft, die das Wohlbefinden aller Menschen in das Zentrum rückt, wird heute schon erprobt und gelebt. Wo sind ihre Räume? Wer sind ihre Akteure? Was sind ihre Prozesse? Inwiefern unterstützen oder behindern herkömmliche Planungsinstrumente, -verfahren, -methoden und -leitbilder eine Transformation zur für Alle lebenswerten Postwachstumsgesellschaft? Eine Grundlage ist dafür auch die Diskussion alternativer Bewertungsmaßstäbe (Happiness-Index, Ressourcenansätze), von Governance-Formen und Umverteilungsansätzen (Urban Commons, Reallabore, Sharing-Economy) sowie sozial-räumlicher Gerechtigkeits- und Ordnungsvorstellungen und deren politischer Aushandlung und Legitimation.

Eine Vielzahl an Fragen hierzu wurde bisher noch unzureichend in der räumlichen Planung gesammelt, diskutiert und bearbeitet. Gemeinsam mit allen Anwesenden wollen wir – Christian Lamker, Nadine Mägdefrau und Viola Schulze Dieckhoff – erste Antworten sortieren, Fragen sammeln und Ansatzpunkte für zukünftige Aktivitäten entwickeln.

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Unsicherheit in der räumlichen Planung

Alle sprechen davon – aber was ist überhaupt Unsicherheit in der räumlichen Planung? Einen guten Ausgangspunkt für eine gemeinsame Sprachregelung bietet die Management- und Organisationstheorie, aber auch Bestandteile aus der Komplexitätstheorie und der poststrukturalistischen Ansätze sind eine gute Grundlage. Diese Ansätze schauen verstärkt auf die Mikroebene und planerisches Handeln. So gibt es in der Management- und Organisationstheorie umfassendere und systematischere Ausarbeitungen zum Unsicherheitsbegriff und zum Handeln unter Unsicherheit (Hatch und Cunliffe 2006; Steinmann, Koch und Schreyögg 2013; Stacey und Mowles 2016). Wichtige Referenzwerke, auf die viele heutige Definitionen von Unsicherheit verweisen, stammen aus der Ökonomie (Knight 1921; Keynes 1997). Marktprozesse sind zu einem gewissen Grad immer unsicher, weil sich die ‚unsichtbare Hand des Marktes‘ nicht erfassen und erst Recht nicht planen lässt. Zwar ist für Planung in allen Ansätzen anerkannt, dass der Markt nicht alle Allokationsprobleme in einer Weise lösen kann, die einer gesamtgesellschaftlichen Vorstellung entspricht. Gleichzeitig ist aber auch erkennbar, dass sich Planungstheorie zunehmend mit Selbstorganisation (in komplexitätstheoretischen Ansätzen), mit dem Setzen allgemeiner Regeln (in kommunikativen sowie management- und organisationstheoretischen Ansätzen) oder mit einem selbstkritischen Bild (poststrukturalistische Ansätze) positioniert.

Hinweis: Der gesamte Text ist angepasst aus den Seiten 76-83 und 88-89 meiner Dissertation. Diese Seitenangaben entsprechen der 2016 veröffentlichten Druckfassung: Lamker, Christian W. (2016). Unsicherheit und Komplexität in Planungsprozessen: Planungstheoretische Perspektiven auf Regionalplanung und Klimaanpassung. Lemgo: Rohn.

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Phoenix-See

Aus Detroit ins Ruhrgebiet

Letzte Woche hatten wir an der TU Dortmund Besuch einer Gruppe 16 Studierender der Wayne State University aus Detroit. Unter der Überschrift “Urban Planning in a Global Context” standen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land viele Besichtigungen und Diskussionen auf dem Plan.

Einen Schwerpunkt bildete die regionale Transformation der Region mit Industriekultur, IBA Emscher Park und Leuchttürmen wie dem Landschaftspark Duisburg, der Halde Hoheward, dem Westpark Bochum, dem Phoenix-See sowie der Zeche Zollverein. Zudem gehörte eine Besichtigung des ehemaligen Opel-Werksgeländes in Bochum-Laer dazu. Den zweiten Schwerpunkt bildete Migration und die Integration auf Quartiersebene in der postindustriellen Stadt. Dazu waren Besuche in Dortmund (Unionviertel, Nordstadt, Hörde/Phoenix-See), in Remscheid (Honsberg, Rosenhügel) und in Bochum (Laer, Westend, Stahlhausen) Teil des Programms.

Halde Hoheward

Halde Hoheward

Danke an alle Beteiligten für spannende Diskussionen und Vergleiche zwischen zwei sehr unterschiedlichen Regionen und Städten, die aber viele Gemeinsamkeiten teilen und noch mehr voneinander lernen können. Migration und Integration sind zudem besondere Themen für die (post-)industrielle Stadt, die in ihrer historischen Entwicklung durch starke Migrationsbewegungen von Geflüchteten und Arbeitern geprägt war und heute wieder Zielort für viele Menschen wird. Planerisch begleitet werden sollte das von innovativen und geteilten Ansätzen mit der Diversität der Bewohner/-innen. Aber auch im Wissen, dass ein enges Nebeneinander von Erfolgen und Misserfolgen geben wird und mit neuen Modellen des gemeinsamen Planens und (Er-)lebens von Quartieren, Städten und Stadtregionen experimentiert werden muss.

Glückliche Tage - Mach Quatsch! (Remscheid Honsberg)

Glückliche Tage – Mach Quatsch! (Remscheid Honsberg)

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