Planungstheorie und Planungswissenschaft im Praxistest

 

Zeitgleich zum Interface-Artikel in Planning Theory & Practice wurden die Ergebnisse der Befragung von Regionalplanerinnen und Regionalplanern (durchgeführt Anfang 2015) weiter diskutiert und aufbereitet. Eine weitere Auswertung, die ich mit Linda Lange und Meike Hellmich gemeinsam erarbeitet habe, ist nun online für die Raumforschung und Raumordnung erschienen (Titel: “Planungstheorie und Planungswissenschaft im Praxistest: Arbeitsalltag und Perspektiven von Regionalplanern in Deutschland”).

Der Artikel arbeitet dabei den Überblick über planerische Prozesse heute und in Zukunft auf, analysiert wesentliche Verhaltensweisen von Planern in der Regionalplanungspraxis, die Verwendung und Nützlichkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis sowie die Perspektive aus der Planungspraxis auf Planungstheorien.

Planungspraxis ist – selbst im engen Bezugsrahmen formeller Regionalplanung in Deutschland – erstaunlich vielfältig. Es bestehen aber noch Lücken bei der Passfähigkeit wissenschaftlicher Forschung für den Planungsalltag. Hier sind sowohl Themen wie Formate oft nicht nah genug an den Anforderungen vor Ort. Planungspraktiker haben ein sehr differenziertes Bild davon, was Planungstheorien sind und was sie durch sie erwarten. Hier ist Verständlichkeit eine große Herausforderung und das Problem, dass vielfach die Arbeit von Wissenschaftlern nicht von Theorien abgegrenzt wird.

Danke an alle Planerinnen und Planer, die an der Befragung teilgenommen haben!

Artikel online lesen:
http://rdcu.be/mV7S

Hellmich, Meike; Lamker, Christian W. & Lange, Linda (2016). Planungstheorie und Planungswissenschaft im Praxistest: Arbeitsalltag und Perspektiven von Regionalplanern in Deutschland. Raumforschung und Raumordnung(Online first): 1–11. doi: 10.1007/s13147-016-0464-x.

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